Die Kinder von Lesern lesen

 

Eine Studie der Stiftung Lesen „Lesen in Deutschland 2008“ stellte fest, dass von 100 Menschen immerhin 25 überhaupt keine Bücher lesen. Eine traurige Bilanz für das Land der Dichter und Denker. Allerdings sind beinahe ebenso viele Vielleser unter den Deutschen, 24% lesen mehr als 50 Bücher in einem Jahr. Im Vergleich zu den 100000 jährlichen Neuerscheinungen bleibt auch das eine kleine Zahl und lässt ahnen, wie sehr Autoren und Verlage um Leser kämpfen müssen. Auch um die Leser von morgen. Die Tatsache, dass annähernd die Hälfte aller Kinder in unserem Land nie ein Buch geschenkt bekommt, ist ein Armutszeugnis und ein Warnzeichen. Leser schenken ihren Kindern Bücher. Kinder von Lesern lesen selbst auch. Wer mit Büchern aufwächst, liest meist auch als Erwachsender. Das heißt auch: Wenn Kinder Leser werden, die als Erwachsene noch Leser sind, dann werden sie ihren Kindern Bücher schenken. Das Kinderbuch muss deshalb in Kindergärten und Schulen zum Alltag gehören. Dann haben auch diejenigen, die zu Hause mit Literatur nicht in Kontakt kommen, eine Chance zu erfahren, was es heißt, lesend zu träumen.